ZUM ROTEN HIRSCH

Historisches Gasthaus seit 1562

          Wir freuen uns auf Ihren Besuch

        Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag ab 11.00 Uhr durchgehend

                                       Montag: Ruhetag

      

Für Ihre Firmen- und Familienfeiern vereinbaren wir gern besondere Öffnungszeiten bzw. geschlossene Veranstaltungen.

                                       

                               Übrigens, es spukt im ROTEN HIRSCH!

                            Degen im Originalzustand                            Degen gedreht                 

König Gustav Adolf II. hat nach dem julianischen Kalender am 9. Dezember Geburtstag. Wir richten uns heute nach dem gregorianischen Kalender. Damit fällt dieserTag auf einen 19. 

Im Sommer 2009 wurden im ROTEN HIRSCH einige Dekorationsgegenstände, wie die oben abgebildeten Degen und Reiterpistolen angebracht. Die Degen stecken in einer speziellen Halterung, mit den Klingen nach unten.

In der Nacht vom 19. zum 20. Dezember 2009 haben sich die Waffen komplett gedreht. Zuerst wurden Scherze gemacht, dass wohl der alte König zu seinem Geburtstag eine wilde Party gefeiert haben muss... Jedenfalls wurden die Stücke wieder an ihren Platz gerückt, und die Sache war vergessen.

Doch als sich die Degen Anfang Dezember 2010 wieder langsam Stück für Stück zu drehen begannen, wurde das Ganze unheimlich. Und tatsächlich, am späten Nachmittag des 19. Dezember zeigten die Klingen plötzlich nach oben. Es war am Geburtstag des Königs.

Blickt man in der Geschichte des Hauses zurück, so kann man annehmen, dass eine unsichtbare Macht schützend ihre Hand über den ROTEN HIRSCH hält. Ist er doch in den letzten 450 Jahren niemals zerstört worden, oder abgebrannt. Sogar im 2. Weltkrieg blieb der Hirsch als einziges Haus in der Altstadt nahezu unversehrt.

Auch als das Gebäude nach der Wende wegen Baufälligkeit abgerissen werden sollte, fügte sich alles zum Guten. Er wurde mit viel Aufwand restauriert und erstrahlt heute in alter Schönheit.

Unter diesen Voraussetzungen können wir nur hoffen, dass der alte Schwede noch viele Jahre am 19. Dezember im Roten Hirsch zu Eilenburg seinen Geburtstag feiert.                                                                                                             J.S.

Die Leipziger Volkszeitung schreibt

am 22.Dezember 2011

          

Eilenburg.
Mysteriös oder lustig? Auf alle Fälle Merkwürdiges berichten die Wirte des traditionsreichen Lokals Roter Hirsch in Eilenburg. Hier wiederholte sich vor wenigen Tagen ein unerklärliches Phänomen zum dritten Mal. Zwei Schwerter, welche die Wand am Eingang dekorieren, haben sich aus unerklärlichen Gründen gedreht und das genau am Geburtstag des Schwedenkönigs Gustav Adolf. Der war 1632 im Dreißigjährigen Krieg in der Schlacht bei Lützen gefallen und bei der Überführung nach Schweden eine Nacht im Gasthaus aufgebahrt gewesen.
„Beim ersten Mal haben wir uns nichts weiter dabei gedacht", erklärt Jürgen Schneider, der Vater des Wirtes Marcus. Vor drei Jahren hatten sich in der Nacht des 19. Dezembers zwei Deko-Schwerter, die im Roten Hirsch die Wand zieren aus unerklärlichen Gründen gedreht. Statt der Griffe zeigten die Klingen nach oben. Das ließ sich auf alle Fälle mit dem Schwerpunkt erklären. Denn diese Teile weisen nun mal mehr Gewicht auf. Ansonsten gab es keine Erklärung für die Erscheinung. Einfach angestoßen haben kann sie niemand, denn sie hängen weit oben an der Wand. Um heranzukommen, ist eine Leiter nötig. „Wir haben die Klingen einfach ein bisschen weiter in die Halterung gesteckt und das Ganze wieder richtig herum aufgehängt", erinnert sich Anja Kitzing.
Dann blieb es auch viele Monate lang ruhig um die Schwerter. Doch Anfang Dezember begannen sie sich leicht zu bewegen. Und schließlich, wieder am Abend des 19. Dezember: „Ich hatte eben noch hingesehen, da hingen sie richtig herum, dann komme ich aus der Küche und sie hatten sich wieder gedreht", erzählt die Wirtin. Und das ausgerechnet an einem 19. Dezember, an dem Gustav Adolf nach dem julianischen Kalender geboren ist? „Vielleicht hat er da immer eine Geburtstagsparty", schmunzelt Jürgen Schneider. Mit den Schwertern selbst jedenfalls hätte es nichts auf sich. „Das sind einfache Deko-Objekte, nichts Besonderes." Immerhin machte die Familie erst einmal ein Dokumentations-Foto mit Tageszeitung und wartete das nächste und damit dieses Jahr ab. Am Montag, dem 19. Dezember, war Ruhetag „und wirklich niemand in der Gaststätte", so der Bericht. Und tatsächlich: Als die Gaststättenpächter am Tag danach die Räume betraten, waren die Klingen wieder nach oben gestellt. Alle guten Dinge sind drei und deshalb ein Grund, das alles mal der breiteren Öffentlichkeit mitzuteilen. „Wir waren es wirklich nicht", beteuern Vater und Sohn, dass da niemand dran gedreht habe. Sie seien ja eher nicht fürs Paranormale, aber nun sehr gespannt, ob sich die Schwert-Wendung im kommenden Jahr wiederholt. „Wir haben jedenfalls keine Erklärung dafür. Aber wir sehen es positiv. Überhaupt betrachten wir Gustav Adolf als guten Geist", sagt Jürgen Schneider. „Er hat wohl immer seine schützende Hand über das Haus gehalten: Als die Stadt zum Ende des zweiten Weltkriegs beschossen und fast alles zerstört wurde. Auch in den 90er-Jahren als der Abriss quasi schon beschlossene Sache war, hatten sich wieder Menschen gefunden, die sich für das Haus einsetzten."